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Cicero: Erste Rede gegen Catilina

Beschreibung:  Cicero: Erste Rede gegen Catilina.
Autor:Sascha Jakobi
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ISBN: 3150093996   ISBN: 3150093996   ISBN: 3150093996   ISBN: 3150093996 
 
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LATEIN

CICEROS ERSTE REDE GEGEN CATILINA

1. Wie lange wirst du eigentlich noch unsere Geduld mißbrauchen
Catilina? Wie lange wird deine Wut uns noch verspotten? Bis zu welcher
Grenze wird sich <deine> zügellose Frechheit brüsten? Beeindruckt dich
etwa gar nicht, die nächtlichen Wachen des Paladins, die Stadtwachen,
die Furcht des Volkes, der Zusammenlauf aller Patrioten (Optimaten),
nicht dieser äußerst befestigte Ort um eine Senatssitzung abzuhalten,
nicht deren (Rede) und Anblick? Merkst du etwa nicht, daß deine Pläne
offenstehen? Siehst du nicht, daß deine schon lahmgelegte Verschwörung,
durch das Wissen all derer im Griff gehalten wird (beherrscht wird)?
Glaubst du, wir wissen nicht, was du letzte und vorletzte Nacht getan
hast, wo du gewesen bist, wen du zusammengerufen hast und welche
Beschlüsse du gefaßt hast? O, Was für eine Zeit! O, Was für Sitten! Der
Senat hat dies durchschaut (erkannt), der Konsul sieht es, dennoch lebt
dieser. Er lebt? Nein, er kommt sogar (auch) noch in den Senat, er nimmt
teilhaftig am Staatsrat teil, er bezeichnet und kennzeichnet mit den
Augen das Blutbad eines einzelnen und das unsrige. Wir aber, die
tapferen Männer, bilden uns ein den Staat zufriedenzustellen, wenn wir
den Zorn (dessen Zorn) und die Waffen dieses da, meiden. Schon längst
hätte man dich, Catilina, den Anführer, auf Befehl des Konsuls töten
müssen, das Unheil, das du gegen uns ersinnst, gegen dich vereinigen
müssen. Hat nicht ein höchst angesehener Mann, der Oberpriester P.
Scipio Tiberius Gracchus, weil er die Verfassung des Staates nur
geringfügig erschütterte persönlich (als Privatmann) getötet? Wollen wir
Konsuln einen Catilina, der den Erdkreis mit Mord und Brand zu verwüsten
wünscht gewähren (vollführen) lassen? Denn ich übergehe jene all zu
alten <Ereignisse>, daß C. Servilius Ahala den Sp. Maelius, der sich um
einen Umsturz bemühte mit eigener Hand tötete. Es gab, ja es gab
<tatsächlich> einst in diesem Gemeinwesen dieser Tapferkeit da, daß
tapfere Männer einen verderblichen Bürger mit härteren Strafen in
Schranken hielten, als den erbittertsten Feind. Wir haben einen
nachtrüglichen und ernsten Senatsbeschluß gegen dich Catilina; Es fehlt
dem Gemeinwesen nicht der Ratschlag oder das Ansehen dieses Senats
(Standes): Wir, wir, ich sage es offen, wir Konsuln versagen.
  
Vier Reden gegen Catilina
von Marcus Tullius Cicero,
Karl Büchner,
Dietrich Klose
Siehe auch:
Reden gegen Verres II, Lateinisch - Deu...
Lernvokabular zu Ciceros Reden
Die Verschwörung des Catilina. - De coniuratione Cati...
Rede über den Oberbefehl des Cn. Pompeius
De re publica: Texte mit Erläuterungen,...
Philippische Reden gegen M. Antonius 1:...
 
   
 
     
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Diese Biografie wurde uns freundlicherweise von Sascha Jakobi zur Verfügung gestellt.

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